— Wieso hungern sie, C.? Wieso verletzen sie sich, wieso tun sie sich das alles an?
— Wieso weigerst du dich zu schlafen, fool?
Touché. Fuck!
Ene Mene Muh (4)
… und Fallen
Ja, ich hänge mich in die Reißleine, mit vollem Gewicht.
Widerwillig, zugegeben, denn nichts kickt mehr als der freie Fall!
Your Monkey
[Amaj]
when you look at me
i know what you see
it’s bad that i’m sad, but somehow i’m glad
to be your monkey
hoping for a glimpse of you all day
waiting at your place and just stay
i cry when you walk away
as soon as you turn from green to grey
so don’t you think that i just play
to be your monkey
you don’t know my name
you think it’s a shame
that i seem to be proud, for crying out loud,
to be your monkey
hoping for a glimpse of you all day
waiting at your place and just stay
i cry when you walk away
as soon as you turn from green to grey
so don’t you think that i just play
to be your monkey
Im Traum
Meine Hand hat schon gelegen auf deiner Haut
Meine Lippen berührt deinen Nacken
Mein Arm dich gehalten bei Nacht
Mein Herz dich verstoßen im Traum
Dekadenz als Therapie
Rauchend in der Badewanne liegen. Warme Durchnebelung von Rauch und Dampf. Zu zweit: die Kippe und ich.
Ja!
Ene Mene Muh (3)
— Die Schönheit eines Menschen, fool, zeigt sich gerade darin, was ihn von den anderen unterscheidet.
— Ich weiß, was du sagen willst, C. Du und ich, wir beide landen immer wieder bei den Problemfällen.
— So wollte ich das nicht sagen, fool!
— Schnordnung.
Paralleluniversum
In jenem Paralleluniversum steuern wir direkt aufeinander zu. Der Fortgang unserer Geschichte scheint nur eine Frage der Zeit. Zeit, die wir uns lassen: wir vergeben jede Chance in dem Wissen, dass hinter der nächsten Ecke schon eine neue auf uns wartet. Immer wieder erhaschen wir einen Blick in jenes Paralleluniversum, wenn wir uns von unseren Träumen oder Sehnsüchten erzählen, immer wieder öffnet sich ein Fenster, das uns die Welt der Möglichkeiten vorführt.
Nur ein Fenster, keine Tür. Wir bleiben hier in unserer einen Realität, in der alles anders ist, in der du eine andere bist.
Wir bleiben.
Düsseldorf
Was hat Düsseldorf, was wir hier nicht haben (außer Jobs und Studienplätzen)? Wieso muss jeder Mensch, der anfängt mir nahe zu sein, früher oder später nach Düsseldorf ziehen? Düsseldorf ist weiter weg als die ISS, wenn sie direkt über uns drüber fliegt, und Nähe ist auch ein Stück weit etwas Physisches. Gerade im Zeitalter von Skype & Co.
Social Aliens
Sie sind hier, sie sind unter uns, es gibt sie tatsächlich: die Aussteiger, die Rückzügler, die Offliner, die Medienskeptiker. Man sieht sie kaum, denn sie sind nicht vernetzt.
Es sind diejenigen, für die Kommunikation mehr ist als das Versenden von Statusnachrichten, die ihre Jugend über dafür gekämpft haben, irgendwann niemandem mehr sagen zu müssen, wo sie sind und was sie machen. Es sind diejenigen, die wissen, dass eine Verabredung, die mit dem Satz endet „Lass uns vorher nochmal telefonieren“, in den meisten Fällen überhaupt nicht zustande kommt. Es sind diejenigen, für die „Freunde“ keine Währung ist, sondern Menschen, die einem nahe stehen, die einem beim Umzug helfen oder am Geburtstag vor der Tür stehen.
Wo sie hier und jetzt sind, sind sie ganz, sie lassen sich nicht narkotisieren von Klingeltönen und Notification Sounds. Sie haben keine Angst vorm Tauchen, auch wenn man unter Wasser keinen Empfang hat, sie lieben die Tiefe. Sie wissen um ihre Einsamkeit und um die Illusionen des vernetzten Lebens.
Sie haben Mut.