Dieser kleine schwarze Punkt war immer irgendwo in mir, und jetzt ist er gewachsen wie Krebs, durchzieht wieder beinahe meinen ganzen Körper, macht mich schwarz überall.
Was ficht mich an? Kremple das unwichtigste zuoberst und schwimme obenauf. Will langsam untergehen.
Rhetorik beschäftigt sich mit Manipulation und Persuasion, mit Lug und Trug, es geht darum, seine eigenen Ziele und Vorstellungen durchzusetzen, ganz gleich ob sie wirklich sinnvoll und richtig sind. Die Arschlöcher unserer Geschichte waren immer glänzende Rhetoriker.
Alles Vorurteile! Wie ich jetzt in einem Uniseminar lernen konnte, hält die Rhetorik tatsächlich große Stücke auf einen grundlegenden ethischen Konsens. [irony] Und präsentiert hervorragende Gründe dafür. [/irony]
Zitat:
Wenn Sie die von einer Gesellschaft gesetzten ethisch-juristischen Grenzen überschreiten, könnten Sie den Verdacht der Manipulation und Unredlichkeit hervorrufen. Dies kann zu einem verheerenden, oft lang andauernden Imageschaden führen und Ihrem Rednerethos dauerhaft schaden.
Ist es okay, wenn ich hin und wieder einfach mal gepflegt an der Welt verzweifle?
wie schön sie aussehen, denke ich, und noch während ich es denke, denke ich, das kannst du nicht denken, nicht ernsthaft, und also sage ich es, und du sagst, das sei auch dein Gedanke gewesen, wie schön sie aussehen, und also streichle ich sie mit meinen Lippen, die beiden dünnen roten Linien auf deinem weißen Arm, fast exakt parallel zueinander verlaufend, und denke, so nah bringen sie uns zueinander, und noch während ich es denke …
Helgoland, das kommt dem am nächsten, was ich mir unter meinem Nordschelf vorstelle, und was unter den gegebenen Umständen für mich zu erreichen ist. Helgoland ist Meer, ist weit weg, ist Urlaub vom Äußeren, eine Annäherung an mich selbst. Helgoland ist Norden, ist Kälte, ist rauher Wind. Ich war noch nie auf Helgoland, ich habe noch nie über Helgoland nachgedacht, Helgoland ist Neuland.
Neuland für ein paar Tage. Die Uni lasse ich fast hinter mir, den Job ganz. Was ich dabei habe sind Bücher und Schreibzeug. Lesen und schreiben. Two steps forth: Am Ende dieser Woche sollte das Manuskript für Nordschelf fertig sein. Was genau Nordschelf wird, kann ich im Augenblick noch nicht sagen, und ich bin mir auch noch nicht sicher, ob das ganze überhaupt gelingen wird. Nur soviel: am Ende soll gemäß Modul P4 ein kurzes Hörspiel daraus werden.
One step back: Nordschelf wird der letzte Gruß auf diesem Blog. Nordschelf hat mit meinen Erlebnissen des zu Ende gehenden Jahres zu tun, und auch mit vielem, was davor war. Ivy, Emmi und Ebh. Medien, Burnout und Abschied. Farben, Gerüche und Wahrnehmung. Und dann: Leben. Leben! LEBEN!
Helgoland, um Abstand zu gewinnen. Eine etwas plumpe Symbolik, zugegeben, und Festland von Markus Werner will mir auch nicht aus dem Kopf gehen. (Vieleicht kaufe ich das Bändchen noch am Bahnhof in Hamburg und nehme es mit aufs Schiff.) Aber Helgoland nicht, um zu vergessen. Den Blick einen Augenblick lang zurück, doch den Schritt in die richtige Richtung gewandt. Das Ziel: die „Melancholie der Erfüllung“.
Längst weiß ich, wer du mir bist. Längst ist die Entzauberung überstanden. Und doch: Weihnachten rückt unerbittlich näher, und jedesmal sehe ich wieder dein Gesicht, Heilig Abend, sehe, wie für dich eine Welt zusammenbricht. Für dich, nicht für mich. Mein Zusammenbruch kam erst ein halbes Jahr später, als du schon anfingst, die Scherben aufzusammeln.
In diesem Jahr kommt mein Weihnachten schon zwei Tage früher, und obwohl doch alles geklärt ist und das ganze, wie du sagst, nur noch eine Formsache, habe ich Angst vor diesem Tag. Dem vorgezogenen Jahrestag, dem letzten seiner Art. Ich habe diesen Tag schon geplant, ich weiß, was geschehen wird.
Längst ist es nicht mehr dein Gesicht, mit dem ich aufwache, längst bin ich nicht mehr der, der ich war. Längst bist du zu einem Symbol geworden für … für was? Für mein Scheitern. Wie oft schon ist meine Sehnsucht zum Versäumnis geworden? Wie oft sehe ich dieses andere Gesicht vor mir, das nicht deines ist, völlig anders, ein Versäumnis, kein Symbol, sondern ein Geist, ein Gehirn, ohne Angst, nur ein Versäumnis, mehr nicht? Wie oft?
Eine Frage, die ich einfach so im Raum stehen lassen sollte, als Symbol. Ich könnte sie aber auch ganz lapidar beantworten: 10 bis 15 Mal am Tag. It’s as simple as that.
Wieder Zeit, einen Punkt zu setzen. Nordschelf ade. Nur ein letzter Gruß steht noch aus. Bald.
when you look at me
i know what you see
it’s bad that i’m sad, but somehow i’m glad
to be your monkey
hoping for a glimpse of you all day
waiting at your place and just stay
i cry when you walk away
as soon as you turn from green to grey
so don’t you think that i just play
to be your monkey
you don’t know my name
you think it’s a shame
that i seem to be proud, for crying out loud,
to be your monkey
hoping for a glimpse of you all day
waiting at your place and just stay
i cry when you walk away
as soon as you turn from green to grey
so don’t you think that i just play
to be your monkey